Turn- und Sportverein 1872 e.V. Kuchen

Vereinsgeschichte

 

1872, die Gründung

Am 17. März 1872 saßen 38 junge Burschen im Schullokal zusammen und beschlossen einstimmig die Gründung des Vereins. Zeugen bei dieser Geburt, so beurkundet es das Gründungsprotokoll, war der Turnerbund Gingen und die Turngemeinde Geislingen. Zum ersten Mal wurde als Vorsitzender Jakob Baumeister gewählt. Geturnt wurde im Freien, während der Wintermonate in der Scheune des Gasthauses "Lamm".
Lärmen, Rauchen sowie das Mitbringen von Hunden war untersagt. Der Besuch der Turnstunden wurde den Mitgliedern zur Pflicht gemacht.

 

1872 bis 1897, 25 Jahre TSV Kuchen

Am 10. Mai 1872 beschloss man eine "Turnfahrt zum Gautag nach Weißenstein". Am 03. September 1876 bestand der junge Verein mit der Ausrichtung des Gauturnfestes die erste große Bewährungsprobe. Insgesamt wurden 84,25 Mark eingenommen. Dem standen Ausgaben von 90,05 Mark gegenüber. Im Jahre 1891 hat der Turnrat den Ankauf eines Turnplatzes beschlossen. Am 19. September 1891 konnte der Turnplatz eingeweiht werden. Unter zahlreicher Beteiligung der hiesigen Vereine und der Bevölkerung fand am 08. August 1897 das 25-jährige Stiftungsfest, verbunden mit einem Preisturnen, statt. Damals beteiligten sich 26 Vereine mit circa 1600 Turnerinnen und Turnern. (Bild: Turnfestteilnehmer E. Trostel-Kußmaul, H. Frieß, E. Riethmüller)


1897 bis 1922, 50 Jahre TSV Kuchen

Um die Jahrhundertwende zählte der TSV Kuchen, der damals TV Kuchen hieß, 216 Mitglieder und war vergleichsweise stärker als der Turnerbund Göppingen oder der Turnverein Eislingen. 1908 wurde eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, bei der der Bau einer Turnhalle beschlossen wurde. Mit einem "Festbankett" am 12. Juni 1909 wurde die Halle eingeweiht. Ein Jahr später machten die Frauen in Kuchen auf sich aufmerksam und äußerten den Wunsch, eine Damenriege zu gründen. Am 28. Januar 1909 soll dann die Geburtsstunde des Frauenturnens in Kuchen gewesen sein. Im Januar 1919 kam die Neugründung einer Gesangsabteilung dazu. (Bild: Turnhalle 1909)

 

1922 bis 1947, 75 Jahre TSV Kuchen

Im Februar 1922 sah sich die Vereinsleitung dazu veranlasst, eine Fußballabteilung zu gründen. 1923 wurde im "Hof" ein neuer Spielplatz eingeweiht. Für die mitwirkende Musikkapelle Altenstadt mussten "160000 Mark und je Mann drei Liter Bier" vergütet werden. 1929 wurde die Bahnhofturnhalle durch den Einbau einer Theaterbühne erweitert. Im Jahr 1927 wurde im damaligen ZV Kuchen eine Handballmannschaft ins Leben gerufen. Unter erheblichen Schwierigkeiten fand der Spielbetrieb auf dem Sportplatz an der Fils statt. Am 10. Februar 1946 kamen mehr als 90 Interessenten zusammen, um den TSV Kuchen als einzigen Turnverein am Ort neu zu gründen. (Bild: Handball-Gründungsmannschaft von 1927)

 

1947 bis 1972, 100 Jahre TSV Kuchen

1950 wird der Turnverein Kuchen liquidiert. Seine früheren Mitglieder werden unter Erhalt aller Rechte vom TSV übernommen. Die Hauptversammlung am 16. Oktober 1954 beschloss die Auflösung des Turnvereins Kuchen. Mit einem Festwochenende im Juni 1972 konnte die Vereinsfamilie das 100-jährige Wiegenfest gebührend feiern. Die Schirmherrschaft im Jubiläumsjahr hatte der damalige Bürgermeister Wolfgang Hellstern. Eine große Ausstellung in der Bahnhofturnhalle ließ in die 100-jährige Geschichte blicken. (Bild: Ausstellung in der Bahnhofturnhalle)

 

1972 bis 1997, 125 Jahre TSV Kuchen

Sehr aktive Jahre kommen auf den TSV zu. 1977 bahnt sich für die Kuchener Sportwelt und die Mitglieder des TSV die große Wende an. Der Gemeinderat fasst den Beschluss zum Bau der Anken-Sporthalle. Im Mai 1980 war Spatenstich, am 16. Mai 1981 wurde das Bauwerk mit einer Sportgala eingeweiht. Zuvor, im Jahre 1978, wurde im TSV Kuchen die Tennisabteilung gegründet und 1982 kam die Volleyball-Abteilung dazu. Einen großen Führungswechsel gab es 1993 an der Vereinsspitze. Über 19 Jahre war Heinrich Breunig 1. Vorsitzender beim TSV und übergab sein Amt bei der Hauptversammlung an Günter Hofer. 1997 wurde das Jubiläum "125 Jahre TSV Kuchen" ganz groß gefeiert. Aushängeschild war und ist bis heute bei vielen Vereinen im STB der außergewöhnliche Festakt an einem Sonntagvormittag. (Bild: Heinrich Breunig und Günter Hofer)

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Sie führten als 1. Vorsitzende den Verein

 

vonbisName
18721873Jakob Baumeister
1874A. Stahl
1875D. Schleicher
18761878D. Goll
1879M. Goll
18801884Georg Hommel
1885Simon Vetter, Michael Gunzenhauser
18861887Karl Gunzenhauser
1888Johann Jakober
18901892Mathäus Groninger
18931894Jakob Ströhlen
18961897Mathäus Groninger
18981904Phillipp Goll
1905Ph. Müller
1906Markus Widmann
19071909Jakob Ströhlen
19101915Hans Maier
19161918Ph. Goll
19191927Hans Maier
19281932Heinrich Frieß
19331935Michael Erb
19361937Gustav Urfer
19381944Eugen Kußmaul
1945Georg Maier
19461948Georg Lehle
19491950Adolf Wieland
19511956Ernst Eckle
19571966Max Ziegler
19671970Heinz Landes
19711974Friedrich Zaloudek
19741993Heinrich Breunig
19931999Günter Hofer
1999bis HeuteHans Maier
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